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Zu Besuch bei Shinola

Die Geschichte von Shinola geht reicht bis in das Jahr 1907 zurück. Damals stellte man Schuhcreme her, die während der beiden Weltkriege große Popularität erlangte. In den 60er Jahren wurde die Produktion eingestellt und der Name Shinola verschwand für ein paar Jahrzehnte von der Bildfläche.

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Fast 50 Jahre später kehrte der Name Shinola zurück und bringt den erneuten industriellen Aufschwung zurück nach Detroit. Bei einer Umfrage fand man heraus, dass Kunden – vor die Wahl gestellt, einen Stift aus China für 5 $, einen aus den USA für 10 $ oder einen aus Detroit für 15$ zu kaufen – sich für das teuerste Produkt entscheiden würden. Nach dem Niedergang der Automobilindustrie und schweren Rückschlägen der weltweiten Wirtschaft lag die Stadt am Boden. Umso interessanter ist also das Ergebnis der Umfrage zu bewerten. Bei Shinola hat man es sich auf die Fahnen geschrieben, dem Niedergang Detroits Einhalt zu gebieten und den Neuanfang zu wagen.

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Heute werden in den Werkstätten von Shinola verschiedenste Produkte hergestellt, die eines gemeinsam haben – ihre Wurzeln liegen in Detroit. Uhren und Fahrräder, Leder-Accessoires und Notizbücher, eine ganze Reihe Produkte für Haustiere, verschiedene Kleidungsstücke und Sportgeräte bringen den einzigartigen Spirit der Industriestadt in die ganze Welt. Selbst die Schuhcreme von einst gibt es wieder, so wie damals in einer kleinen Blechdose verpackt.

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Die erste Shinola Uhr wurde im März 2013 vorgestellt. Es gab 2.500 Stück, die in zwei Größen produziert wurden. Nach nur einer Woche war das Modell „The Runwell Limited Edition 47mm“ ausverkauft, das kleinere 41mm Modell war nach nicht ganz zwei Wochen nicht mehr erhältlich. Ein halbes Jahr später folgte das zweite Modell, ebenfalls in limitierter Auflage. Dazu gab es ein ledergebundenes Coffee Table Buch über die Gebrüder Wright. So wurde der Grundstein für weitere Limited Editions gelegt, die längst von nicht limitierten Modellen begleitet werden. Damit hat Shinola die Tradition der Uhrmacherei in den USA wiederbelebt und einen wichtigen Pfeiler des eigenen Erfolgs manifestiert.

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Die Designerin Sky Yaeger, vormals bei Marken wie Swobo oder Bianchi federführend, ist maßgeblich für ein weiteres wichtiges Produktfeld von Shinola veranwortlich – die fantastischen Fahrräder aus Detroit. Die Einzelteile werden von unterschiedlichen amerikanischen Firmen produziert und mit größter Sorgfalt und Hingabe in Detroit montiert.

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Jedes einzelne Produkt von Shinola ist „Made in USA“, die meisten werden sogar in Detroit hergestellt oder montiert und so ist der Satz „Where American is Made.“ mehr als nur ein Vision, es ist die Grundidee der wiedererweckten Marke und der Erfolg zeigt auf, dass diese Entscheidung absolut richtig ist. Die meisten der über 230 Mitarbeiter waren einst in der Automobilindustrie beschäftigt und haben bei Shinola eine neue Bestimmung gefunden. Detroit Iron muss ja schließlich nicht immer vier Räder und einen Motor haben.

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Alle Fotos unseres Besuchs in den heiligen Hallen von Shinola gibt es auf unserer Facebook Seite.

Fotos: Marie Staggat für Heldth