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Pure&Crafted – 8 Fragen an Tim Meier

Das Pure&Crafted Festival steht vor der Tür. Am 28. und 29. August wird der Postbahnhof in Berlin von lauten Gitarren und noch lauteren Motoren erschüttert. Wir haben uns mit Tim Meier, den kreativen Kopf hinter dem Festival, getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Was ist die Idee des Pure&Crafted Festivals?

Das Pure&Crafted ist entstanden aus der Liebe zum Sound guter Gitarrenmusik, dem Gefühl vom flatternden Haaren im Fahrtwind und dem Geruch von frisch geröstetem Kaffee oder einem saftig gegrillten Steak. Wir wollten diese Themen, die für uns einfach zusammen gehören unter ein Dach bringen, unsere Passion dafür teilen und für die Leute da draußen erlebbar machen. Gute Rock-, Indie- und Alternativemusik vereint mit dem Lebensgefühl der Custom Bike Szene und der urbanen New Heritage Kultur, die Rückbesinnung auf Qualität, Individualität und Handarbeit. Dabei geht es neben dem tollen musikalischen Bühnenprogramm und dem Themenbereich Motorcycles um handgefertigte Produkte, individuelle Designs, natürliche Materialien und um wertige Qualität in den Bereichen Food, Drinks, Fashion und Art. Das Pure&Crafted verkörpert – wie es der Name vermuten lässt –  nämlich genau das: pures und handgefertigtes.

Warum ist eigentlich noch niemand sonst auf die Idee gekommen?

Die Frage haben wir uns natürlich auch gestellt. Es gibt sicherlich schon einige Rockfestivals und auch Events in den Segmenten Bike und Fashion. Diese Bereiche aber als ein Gesamterlebnis mit einander zu verbinden, ist neu und erscheint uns richtig. Die Orientierung hinsichtlich Wertigkeit, Natürlichkeit, Echtheit, Individualität etc. pp. ist ja nun wirklich kein Trend mehr. Die Leute da draußen wollen echte Materialien, wie Leder, Holz und Chrom. No Plastic bitte. Qualität statt Quantität und Fließbandarbeit. Das Pure&Crafted Festival ist unsere Antwort darauf.

Das Pure&Crafted wurde kürzlich von Ferropolis nach Berlin verlegt, es bleibt aber eine Vollgas-Veranstaltung, oder?

Na klar, daran ändert sich nichts! Berlin ist und bleibt einfach die Stadt der Entstehung von Trends und Subkulturen. Quasi ein Schmelztiegel, der unsere Idee erst zum Kochen gebracht hat. Musik und urbane Strömungen sind die Wurzel des großstädtischen Treibens und wir sind davon überzeugt, dass Berlin jede Menge Treibstoff für diese Szene und Interessierte besitzt. Das ist einer der Gründe des Umzugs. Wir wollen, dass die erste Ausgabe des Pure&Crafted ein tolles Erlebnis auf allen Seiten wird, welches Lust auf mehr macht. Der Postbahnhof bietet ideale Nischen, um dem Rahmenprogramm neben der Musik eine perfekte Bühne zu bieten und damit sämtliche Facetten rund um die Bereiche Motorcycles und New Heritage für die Festivalbesucher erlebbar zu machen. Das Ganze wird sowohl drinnen als auch draußen stattfinden. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal an die „Biker“ wenden, denn es kam bereits die Sorge wegen eventuell nicht ausreichender Stellplätze auf: Wir bieten für die, die mit dem Motorrad kommen – und hoffentlich kommen viele – direkte Parkplätze am Gelände. Selbst das Motodrom mit seinen Steilwandfahrern und die BMW Motorrad Test Rides haben auf unserem Gelände Platz gefunden und werden neben den Bands für ausreichend Benzingeruch sorgen.

Worauf können sich Deiner Meinung nach die Besucher ganz besonders freuen?

Wir haben direkt neben den Bahngleisen eine wunderschöne Outdoorarea mit unserer Mainstage, welche unsere großen Acts beherbergen wird. Zusätzlich feiern wir nachts mit Konzerten und DJs Indoor weiter. Insgesamt wird die Mischung zwischen Musik, Bikes, Fashion, Art und Food natürlich den Gesamtcharakter prägen. Der Postbahnhof wird dabei in einen Marktplatz der urbanen Szene verwandelt, mit handgemachten Produkten, Ausstellern und Workshops, die die New Heritage-Kultur erlebbar machen. Mit ausgewählten Brands wie Burlington und Stetson, dem Harry Damson Speedshop, einem Barber sowie erstklassigen Streetfood-Ständen & Bars. Es gibt also viel zu sehen, viel zu entdecken und auszuprobieren. Man darf sich auf legendäre Shows im Motodrom und zahlreichen Custom-Bike-Garagen freuen. Natürlich gehören auch Probefahrten und ein Festival Bike Build-Off dazu. Vor allem für die Motorradfans gibt es mit der Verlosung eines Pure&Crafted Festival Bikes einen großartigen Programmpunkt.

Wie wird die Idee vom Pure&Crafted weitergehen?

Zunächst konzentrieren wir uns voll und ganz auf ein tolles Festival in 2015. Natürlich wollen wir aber auch in den nächsten Jahren die Idee fortführen und eventuell mit kleineren Events, Ride Outs und Parties den Vibe erhalten.

Bei welcher Band wird man Dich definitiv ganz vorn vor der Bühne treffen?

Eine der besten Live Bands in unserem Line Up sind sicherlich The Hives, aber es freuen sich auch eine Menge meiner Freunde über einen der wenigen Live-Gigs in Deutschland von Refused. Kitty, Daisy und Lewis werden ebenfalls einer der Höhepunkte werden, zumal ihre Live Performance einfach großartig ist. Aber eigentlich könnte ich die Liste jetzt so fortführen, alle Bands sind absolut vielversprechend. Mein ganz persönliches Highlight sind Allah-Las mit ihrem Album „Worship The Sun“ aus 2014. Bisher konnte ich die Band noch nicht live sehen und freue mich um so mehr, das auf dem Pure&Crafted nachholen zu können.

Was fährst Du denn eigentlich für ein Motorrad?

Mein aktueller Begleiter auf Touren und in der Stadt ist ein BMW R100 Scrambler von HB-Customs aus meinem Geburtsjahr. Zusätzlich befinden sich im Fuhrpark noch eine Lambretta und eine alte Vespa aus 1959. Es gibt also immer etwas zu schrauben. Mir sind dabei fahrbare Untersätze mit Seele sehr wichtig, die auch mein persönliches Stilverständnis ansprechen. Bisher hat sich da bei den neuen Bikes noch nicht so viel getan, aber es gibt gute Bikes von Triumph, Kawasaki, die BMW RnineT oder den DucatiScrambler, welche wieder Futter für tolle Custom Bikes liefern, die auch mich ansprechen. Ich bin sehr gespannt, was die bisher 15 Custom Garagen für Bikes mit zum Pure&Crafted mitbringen werden.

Welche essentiellen Dinge sollte man bei einem solchen Festival als Besucher dabei haben?

Ich persönlich versuche immer so leicht wie möglich unterwegs zu sein und komme mit Zigaretten, Feuerzeug, Handy, Geld und Fotoapparat sehr gut durch eine Nacht. Es muss ja auch ein Vorteil haben in Berlin zu sein, wenn man nicht mehr mit großem Rucksack, Gepäckrolle mit Zelt, Schlafsack, Bike Klamotten und Festival Gear unterwegs ist.

Fotos: Max Threlfall für Heldth

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