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Journey to Jura – Nass, Rasur und Schokolade

Die Sonne kämpft sich durch die Häuserschluchten Kölns, der Berufsverkehr schiebt sich ächzend über die Straßen und die Triumphs singen ihr zufriedenes Lied. Wir sind auf dem Weg nach Solingen, denn die Journey to Jura führt uns nicht nur auf die schottische Insel. Wir wollen jeden Tag Menschen treffen, die ihrer Leidenschaft nachgehen, die traditionelles Handwerk pflegen und die andere mit ihrem Schaffen beeinflussen.

Die erste Station des Tages ist die Rasiermesser Manufaktur von Ralf Aust in Solingen, der Stadt die weltweit berühmt ist für ihre Schmiede- und Schleifkunst. In der klitzekleinen Werkstatt entstehen fantastische Rasiermesser in guter alter Handarbeit. Ralf Aust begann sein Arbeitsleben als Scherenschleifer, durch seinen Schwiegervater wurde sein Interesse an Rasiermessern geweckt und heute führt er eines der wenigen Solinger Unternehmen, in denen noch ausschließlich mit traditioneller Handarbeit gefertigt wird.

Es ist faszinierend zu sehen, wie der raue Stahl des Rasiermesser-Rohlings seine finale Form bekommt. Das Material wird in unzähligen Schritten gepliestet, geschliffen und poliert. Mit viel Geduld und einer ruhigen Hand entstehen pro Woche 70 bis 80 Messer von höchster Qualität. Das hat ihm einen weltweiten Kundenstamm eingebracht und wenn man einmal eines dieser grandiosen Handwerksstücke in der Hand gehalten hat, kann man die Leidenschaft von Ralf Aust verstehen und wertschätzen.

Mit einem der handgefertigten Rasiermesser im Gepäck machen wir uns auf den Weg nach Brügge. Ehe wir die mittelalterliche Stadt erreichen bekommen wir eine eiskalte Dusche verpasst. Regen ergießt sich vom Himmel, als hätte jemand einen Staudamm gesprengt und innerhalb von Minuten ist alles durchweicht. So schnell lässt sich keine Regenkombi der Welt anziehen.

The Chocolate Line in Brügge ist ein willkommener Trost für die nasskalten Kilometer auf den Triumphs. Hier wird Schokolade auf ein ganz besonderes Level gehoben und die Zeit im Schokoladen ist eine Geschmacksexplosion. Bacon, gebratene Zwiebeln, verschiedene Gewürze und Früchte – es gibt nichts, was es nicht gibt und so seltsam eine Geschmackskombination klingen mag, hier geht es nicht darum zu schockieren, sondern es geht um Begeisterung und Leidenschaft. Dementsprechend gut schmeckt hier jedes einzelne Stück der dunklen Masse. Krönen könnte man diese Erfahrung ganz sicher mit einem Schluck aus dem Flachmann, aber wir sind noch nicht ganz am Ziel.

Im Hotel hängen unsere Sachen zum trocknen und es ist an der Zeit der feinen Schokolade einen herzhaften Gegenpart zu verpassen. Das Restaurant Ribs ’n Beer wird seinem Namen gerecht und zwar auf die denkbar leckerste Weise. Wer nach Brügge fährt und hier nicht isst, hat definitiv etwas verpasst. Eine ganz private Whisky Verkostung schließt den Tag passend ab und unsere Sehnsucht nach Jura wächst.

Alle Fotos der Journey to Jura finden Sie auf unserer Facebook Seite.

Fotos: Tim Adler für Heldth


Mit freundlicher Unterstützung von Jura Whisky.
Gefördert von Triumph Motorräder, Pike Brothers, Bell Helmets, Trakke.

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