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Journey to Jura – Gekommen um zu bleiben

Die Sonne geht direkt über dem Meer auf und gießt ihre Licht durch die Fenster der Jura Lodge. Die zum Inventar gehörenden Gespenster der Lodge haben uns nicht heimgesucht, was eventuell daran liegt, dass es unterschiedliche Legenden über sie gibt und eine Identitätskrise keine gute Ausgangsbasis dafür ist, besonders gruselig zu sein und Reisen zu erschrecken. Der Tag beginnt mit einem Frühstück, dass dem herrschaftlichen Ambiente gerecht wird. Zu typisch britischem Toast und Marmite gibt es Eier Benedict, um das Klischee wenigstens ein wenig zu brechen. Aus der Anlage des Hauses dröhnt Jazz und die vielleicht langsamste Internetverbindung der Welt sorgt dafür, dass wir uns dem digitalen Leben ganz freiwillig entziehen.

Es ist an der Zeit die Insel zu erkunden und dafür stehen uns verschiedene Optionen zu Wahl. Die naheliegendste Möglichkeit parkt direkt vor der Tür. Kurz vor der Überfahrt nach Islay haben wir die Motorräder noch einmal vollgetankt. Es gibt zwar eine kleine Tankstelle auf der Insel, die wird aber als Community Projekt betrieben und wir wollen hier niemandem Umstände machen und auch nicht für zusätzliche Wochenendarbeit sorgen.

Um wirklich etwas über die Geschichte der Insel zu erfahren, treffen wir uns später mit Alex, der Jura Island Tours in seinem Mercedes-Benz Bus anbietet. Erfährt vorneweg und wir folgen ihm, die Triumphs sind uns mittlerweile ans Herz gewachsen und es wäre einfach nicht fair, wenn die beiden Ladies jetzt vor dem Haus parken müssten, während wir unser Reiseziel erkunden. Die Geschichte der Insel ist wahnsinnig spannend und eigentlich reicht die Zeit gar nicht aus, wirklich darin zu versinken. Hier lebten nie wirklich viele Menschen und doch waren die Zeiten oft sehr bewegt. Höhen und Tiefen haben hier mächtige Spuren hinterlassen und ein kleines Volk geschaffen, dass sich immer wieder mit ganz eigenen Ansätzen weiterhilft und so von Witz und Intelligenz zeugt. Nach knappen drei Stunden kehren wir leicht angefroren und deutlich schlauer zurück.

Das am Abend geplante Whisky-Tasting haben wir kurzerhand von der Destillerie in unser Wohnzimmer verlegt. Vorher kaufen wir den kleinen Inselladen leer, um ein Essen zu kochen, das dem fantastischen Scotch gerecht wird. Standesgemäß wäre an so einem Abend eigentlich Rotwild, schließlich leben mehrere Tausend Rehe und Hirsche auf der Insel, aber wir nehmen mit Lamm vorlieb.

Das Tasting ist auch für unsere Gastgeber von der Destillerie ungewöhnlich, schließlich sitzen wir nach einem gemeinsamen Essen auf dem Boden, erzählen uns Geschichten aus dem Leben und kommen zwischendurch immer wieder auf den Whisky zurück, der direkt nebenan destilliert und eingelagert wird. Weil wir die Standardsorten bereits in- und auswendig kennen, kommen wir in den Genuss wirklich ganz besonderer Single Malts. Einer ist besser als der andere und mit jedem Glas stellen wir erschrocken fest, dass guter Geschmack oft auch sehr teuer sein kann. Dieserr 1977er Jura ist aber auch wirklich verdammt gut.

Ehe wir zu Bett gehen fällt eine Entscheidung, die schon den ganzen Tag über der Insel schwebte. Wir bleiben einfach einen Tag länger. Oder vielleicht sogar für immer?

Alle Fotos der Journey to Jura finden Sie auf unserer Facebook Seite.

Fotos: Tim Adler für Heldth


Mit freundlicher Unterstützung von Jura Whisky.
Gefördert von Triumph Motorräder, Pike Brothers, Bell Helmets, Trakke.

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