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Durchgehört: die 3 besten Alben des Monats (#009)

Es wurde aber auch Zeit: endlich ist er da, der Frühling. Die ersten längeren Sonnenstunden laden unsere Zellen mit Licht und guter Laune auf. Es wird wieder deutlich mehr gelächelt in den U-Bahnen, Cafés und Parks. Und überhaupt hat man endlich wieder Bock, sich draußen rumzutreiben. Da dürfen natürlich die richtigen Songs nicht fehlen. Deshalb hier und jetzt drei sehr hörenswerte Alben des vergangenen Monats.

Weekend Man heißt das neue Album von Royal Republic, die es seit 2007 gibt. Und weil mit dem Start in den Frühling auch die Wochenenden wieder partytauglicher werden, passt deren neues Album auch wie die Nacht zum Tag. Eigentlich kommen die Jungs aus Schweden, doch schon seit dem Vorgängeralbum haben sie Berlin zu ihrer Operationsbasis erklärt. Erneut sind dort, im Stadtteil Kreuzberg, 13 Songs entstanden, die jedes Wochenende perfekt einläuten. Die Tracks klingen allesamt unbeschwert und frisch. Dieser Rock’n’Roll mit der richtigen Dosis Spaß macht den Tiger im Tank komplett überflüssig. Isso.

Sie waren schon mit Sir Paul McCartney, den Editors, den Foo Fighters oder The Black Keys auf Tour. Das britische Rock-Trio The Joy Formidable kann man alsot getrost als „gefragt“ einordnen und wird zudem schon jetzt von den Großen der Branche geschätzt. Denn auch wenn es die Band bereits seit etwa sechs Jahren gibt – selbst groß im Geschäft sind sie leider noch nicht. Wer will, findet auf dem neuen Album Hitch großartige Rockmelodien mit Grunge- und Punk-Verweisen, die von Sängerin Ritzy Brian energisch und kompromisslos vorgetragen werden. Dazu wüten Gitarren, Bass und Schlagzeug – perfekt also, um den Staub der vergangenen Monate abzuklopfen und neu durchzustarten.

Mit einem Remix seines Songs Catch & Release stürmte Matt Simons im vergangenen Jahr ganz plötzlich die Charts, obwohl das Label vermutlich nicht damit gerechnet hatte, denn die Single war schon einige Zeit auf dem Markt – leider ohne sich zum Chartbreaker zu entwickeln. Dank der Initialzündung werden nun immer mehr auf den Klavier- und Gitarren-Pop des amerikanischen Songwriters aufmerksam. Bei einigen Songs auf dem 15 Tracks umfassenden Catch & Release hat es das Label etwas zu gut gemeint. Mit übertriebenem Power-Pop-Tuning wird da schon auf die nächste erfolgreiche Single geschielt. Das wird Simons nicht immer gerecht, aber zum Glück überwiegen die Stücke, die eindeutig so klingen, wie er sie sehr wahrscheinlich auch veröffentlicht haben wollte.

Text: Ronny Janke
Fotos & Videos: Vertigo Berlin (Universal Music) , Membran (Sony Music), Pias Germany

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