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Zu Besuch bei sygns

Ende des 19. Jahrhunderts begann der Ausbau der Elektrizität und es dauerte nicht sehr lange, bis das Potential des elektrischen Lichts als Werbeträger erkennt und genutzt wurde. Die erste Lichtwerbeanlage wurde 1896 am Berliner Spittelmarkt in Betrieb genommen. Weitere, bunt und strahlend hell erleuchtete Reklameanlagen entstanden in den Folgejahren, selbstverständlich nicht ohne die üblichen Herausforderungen, mit denen so neue Konzepte immer zu kämpfen haben. Es folgten erste örtliche Verbote, gefolgt von einem wirtschaftliche begründeten Gesamtverbot für Lichtwerbung in der Weimarer Republik. Im Jahr 1922 wurde dieses Verbot wieder aufgehoben und es begann die Ära der bunt leuchtenden, blinkenden und glitzernden Außenwerbung, die das Stadtbild bis heute prägen.

Vor allem der Einsatz von Leuchtstoffröhren hatte einen großen Einfluss auf die Möglichkeiten, die diese Form der Werbung bot. Wahnwitzige Formgebungen und ein beeindruckendes Farbenspiel erhoben diese Art der Werbung zu einer ganz eigenen Kunstform, die wir heute vor allem mit den Metropolen der USA in Verbindung bringen. Flackernde Lichter, leise vor sich hin summende Transformatoren und dieses faszinierende, ein wenig kühle Licht, das die Dunkelheit auffrisst. Nicht umsonst gibt es unzählige Bücher und verschiedene Museen, die sich dieses Themas angenommen haben und einen in diese Welt entführen.

Die Geschichte von sygns ist bei Weitem noch nicht so umfangreich, wie die der Lichtwerbung, aber das junge Unternehmen mit Sitzen in Berlin und Göteborg setzt alles daran, diesem traditionellen Handwerk neuen Boden zu geben und setzt sich für sein Fortbestehen ein. Dabei ist die Idee unglaublich einfach. Denn bei sygns werden Leuchtstoffröhren in beinahe jedes Design gebracht. Ganz egal ob man schon immer einen bestimmten Schriftzug im Wohnzimmer haben wollte oder der Empfangsbereich einer großen Firma mit einem illuminierten Logo verziert werden soll.

Dabei arbeitet sygns mit verschiedenen Glasbläsern im ganzen Land zusammen, die das alte Handwerk beherrschen, solche Leuchtstoffröhren in jede Form zu ziehen, biegen und drücken. Und das ist längst nicht so einfach, wie man meinen könnte, denn es bedarf einer Menge Kopfarbeit, um einen solchen Biegeplan zu erstellen, schließlich soll das Ergebnis aus jeder Perspektive überzeugen.

Längst greifen nicht nur Privatpersonen auf die Leistungen von sygns zurück, auch Künstler, Designer, große Konzerne und kleine Firmen, Restaurants und Bars setzen auf dieses Können und das Netzwerk an Profis ihres Fachs. Denn es ist gar nicht so einfach die Glasbläser ausfindig zu machen, die in der Lage sind aus langen Glasröhren komplexe Bilder und Schriftzügen entstehen zu lassen. Dieses Handwerk findet nämlich so gut wie keinen Nachwuchs. Auf das Netzwerk von sygns zurückzugreifen ist also eine gute Idee, zumal man hier auch den kompletten Rest des Services genießen kann, bis hin zur Lieferung direkt an die Tür.

Fotos: Max Threlfall für Heldth


Mit freundlicher Unterstützung von sygns.

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