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Gut geschüttelt – eine Runde mit der Ducati Scrambler

In Spanien scheint immer die Sonne, zumindest ist dort immer irgendwie gutes Wetter. Also fast immer. Meistens jedenfalls. Nichtsdestotrotz, es regnet. Nicht sehr doll, aber halt genau so viel, dass es eine bescheuerte Idee ist, mit dem Motorrad zu fahren, wenn man nicht wirklich muss. Da ist es schon beinahe schade, dass die Strecke komplett asphaltiert ist und die Ducati Scrambler gar nicht in ihren ursprünglichen Lebensraum ausgeführt werden kann.

Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man auf einem BMX Rad sitzen. Nur ein bisschen kräftiger proportioniert, und mit einem Motor versehen. Das Knallorange der Sixty2 gibt alles, um gegen das Grau des Himmels anzustinken. Helm auf, Handschuhe an, Schlüssel rumdrehen, los.

In Südeuropa herrscht ein anderer Fahrstil, eine Spur kompakter, zu gleichen Teilen hektischer und entspannter. Es braucht ein paar Augenblicke, bis man sich in diesen Takt eingeordnet hat. Aber dann spielt die Scrambler ihren wahren Charakter aus. Unfassbar handlich und wendig schlängelt man sich auf ihr durch den Verkehr. Vielleicht ist die Maschine ja doch für den Asphaltdschungel gemacht? Nun, die Geschichte der Ducati Scrambler begann vor allem im Gelände, das war jedoch in den 60er und 70er Jahren und wir alle wissen, dass sich die Zeiten ändern. Am Gasgriff drehen und weiter.

Die Details der Ducati Scrambler sorgen schnell für ein zufriedenes Lächeln, hier haben nicht nur Ingenieure ihre Finger im Spiel gehabt, hier wurde italienische Leidenschaft verbaut. Es sind die Kleinigkeiten, die die Würze ins Leben bringen und auch an der Scrambler findet man eine Menge davon. Der Tankdeckel mit dem eingeprägten Schriftzug, die lackierten Decals auf dem Tank und viele weitere Spielereien zeugen davon, dass man Ducati mehr wollte, als nur einen Trend zu bedienen. Und genau so fühlt sich dieses Motorrad auch an.

Der Regen hat mittlerweile aufgehört, nasse Flecken aus Asphalt und Beton erinnern an die unfreiwillige Dusche. Aber wenn man nicht zufälligerweise aus Zucker ist, dann sind ein paar Tropfen von oben und ein paar Spritzer von unten auch gar nicht so schlimm. Immerhin bekommt die Scrambler dann den passenden Schmutzfilm verpasst, mit dem sie so wirkt, als hätte man eine komplette Tankfüllung im Wald und am Strand verballert. Aber vielleicht machen wir das einfach beim nächsten Mal, artgerechte Haltung ist schließlich wichtig, wenn man eine Legende zurückbringt.

Fotos: Heldth


Mit freundlicher Unterstützung von Ducati.

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