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Durchgehört: die 3 besten Alben des Monats (#011)

Auch wenn es gerade der Fußball ist, der den Ton angibt, sollen an dieser Stelle Alben empfohlen werden, mit denen man ganz gut für einen Ausgleich auf dem Karma-Konto sorgen kann. Denn mal ehrlich: Immer nur Fangesänge mitgröhlen kann auf Dauer auch nicht gut sein. Schließlich gibt es auch eine Zeit nach der EM. Ganz zu schweigen von den vielen Momenten um die paar EM-Spiele herum. Hier drei musikalische Volltreffer in Albumlänge:

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Amanda Bergman stammt aus Schweden, war schon mit First Aid Kit und The Tallest Man On Earth auf Tour, war vor ihrem Solodebüt, das gerade unter ihrem richtigen Namen veröffentlicht wurde, bereits mit einem Alias-Namen unterwegs und Teil der in Schweden hochgefeierten Band Amason. Irgendwie fand die kreative Schwedin noch Zeit, zehn eigene Pop-Songs zu schreiben. Diese werden allesamt von cleveren Klaviermelodien bestimmt, klingen aber sommerlich angenehm und ohne die nervigste Spur eines Sommerhit-Daseins. Schon lange hat Melancholie nicht mehr so leicht und unbeschwert geklungen. Wer sich also in diesem Sommer nur ein gutes Album kaufen will, sollte zu Docks von Amanda Bergman greifen.

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So geht Marketing! Ein neues und zugleich sehr gutes Album veröffentlichen, nur um kurz darauf alle wissen zu lassen, dass es blöderweise auch das letzte sein wird. Mikroboy machen es vor. Auf Leicht klingen die deutschen Indie-Rocker einmal mehr wie eine tadellos adaptierte Antwort auf Get Up Kids oder (Wo wir gerade bei den Kids sind) die Cold War Kids. Auch nach vielen Jahren verfügt Frontmann Michael Ludes noch über eine gehörige Portion Verve und Elan, um jedem noch so cleveren Text die Fallhöhe zu nehmen und ihn zu einem Statement mit Ansage zu machen. Das alles macht den Abschied nicht gerade einfacher. Leicht schon gar nicht.

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Best-of-Alben sind ja immer so eine Sache. Echte Fans haben ohnehin alle Alben zu Hause und der eine neue Song, der es auf die Songsammlung geschafft hat, lohnt meist das Geld nicht. Und wenn doch, kauft man ihn digital nach. Reicht eben. Wenn aber jemand wie Paul McCartney eine Kompilation veröffentlicht, sollte man sich zumindest etwas intensiver damit befassen. Auf Pure McCartney sind – je nach Veröffentlichungsvariante – 39 bis 67 Songs versammelt. Das Besondere hieran: Die Tracks wurden nicht nach Erfolg ausgewählt, sondern haben es deshalb auf die Sammlung geschafft, weil McCartney selbst etwas an diesen Songs liegt. Letztlich haben es Songs aus der Nach-Beatles-Ära auf diese besondere Zusammenstellung geschafft – also Songs aus seiner noch immer andauernden Solo-Karriere, der prägenden Wings-Phase und dem zu Unrecht etwas abseitig gebliebenen Projekts The Fireman. Pure McCartney ist ein sicherer Griff für alle, die Bock auf eine bis zu vierstündige musikalische Zeitreise haben.

Text: Ronny Janke
Fotos & Videos: Ingrid (Cargo Records), Chateau Lala (Broken Silence), Concord Records (Universal Music)

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