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Zu Besuch bei Hästens

Die Geschichte von Hästens reicht bis zum 22. März des Jahres 1852 zurück. Die traditionsreiche Marke wird mittlerweile in der sechsten Generation geführt und seit dem ersten Tag ist es der Spirit of Excellence, der das schwedische Unternehmen so besonders macht.

Pehr Adolf Janson erhält nach einer vierjährigen Ausbildung zum Sattler seine Meisterurkunde vom schwedischen König verliehen. Damals übernahmen Sattler auch die Aufgaben eines Polsterers und so stellte Pehr Adolf Janson nicht nur Sättel und Zaumzeug aus schwedischem Leder her, sondern es entstanden auch Rosshaarmatratzen in seiner Werkstatt. Mit seiner großen Leidenschaft für absolute Perfektion und außergewöhnlich gute Qualität macht er sich schnell einen Namen, der weit über die Grenzen des kleinen Dorfes Hed bei Köping bekannt wird.

Seine beiden Söhne, Adolf Frederik und Per Thure, werden ebenfalls Sattler. Adolf Frederik verlässt den väterlichen Betrieb und schlägt eine Karriere in der Politik ein. Per Thure übernimmt den Sattlereibetrieb 1885 und folgt damit der Idee, dass jede Generation das Erbe der vorhergehenden übernehmen und verbessern sollte. Als während des Ersten Weltkriegs die ersten Automobile nach Schweden kommen, beschließt Per Thure Janson, dass Hästens sich fortan deutlich mehr auf die Herstellung von Rosshaarmatratzen, -sitzen und -kissen konzentrieren wird.

David Stefanus Janson führt den Betrieb in dritter Generation an der Seite seines Vaters, im Jahre 1917 beschließt er, dass sich bei Hästens von nun an nur noch um Betten drehen soll. Als Hommage auf das handwerkliche Familienerbe wird ein Pferd zum Wappentier von Hästens, auch wenn man längst nicht mehr Sättel und Zaumzeug herstellt, spielen Pferde noch immer eine wichtige Rolle in der Manufaktur. Denn echtes Rosshaar ist das wichtigste Polstermaterial in einem guten Bett. Um den eigenen hohen Qualitätsansprüchen genügen zu können errichten Vater und Sohn kurzerhand eine eigene Fabrik für die Verarbeitung von Rosshaar, inklusive einer Rosshaarspinnerei. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage und der allgegenwärtigen Materialknappheit eine sehr mutige Entscheidung, aber eine goldrichtige. Als das Heimatdorf Hed für die rasch expandieren Fabrik zu klein wurde, hielt man Ausschau nach neuen Standorten. Die Liebe sorgte jedoch dafür, dass man letztendlich nicht in der direkte Nähe von Stockholm sesshaft wurde, sondern einfach direkt in das nahegelegene Köping zog.

Im Jahr 1926 wurde die Produktpalette von Hästens um Decken und Kissen aus den feinsten Daunen und Federn erweitert. Die Welt war im Umbruch und auch die Schlafkultur wandelte sich. Immer mehr Menschen gingen dazu über sich eigene Schlafzimmer mit richtigen Betten einzurichten, das Logo mit dem galoppierenden Pferd hielt dabei in vielen Häusern Einzug. Die Jahre strichen ins Land und der gute Ruf von Hästens Betten wuchs weiter. Zum 100. Gründungsjubiläum wurde die Firma vom schwedischen König Gustaf VI. zum Königlichen Hoflieferanten ernannt.

In der vierten Generation übernahm David Jansons Tochter Solveig gemeinsam mit ihrem Mann Jack Ryde die Firma. Es war Jack Ryde, der das heute weltberühmte Hästens Blue Check entwarf. 1978 wurde es offiziell auf einer schwedischen Möbelmesse vorgestellt und mit jeder Menge Kritik bedacht. Dieses markante, leuchten blaue Muster entsprach nicht dem damaligen Zeitgeist. Die Geschichte beweist jedoch, dass mutige Entscheidungen nicht nur zur Historie von Hästens gehören, sondern sich auch auszahlen. Jan Ryde, der Sohn von Solveig und Jack, übernahm die Firma in der fünften Generation und der erste seiner vier Söhne, die sechste Generation, ist bereits in das Unternehmen eingetreten.

Heute sind Hästens Betten nicht mehr nur im klassischen Blue Check erhältlich, es stehen eine Vielzahl von Farben zur Wahl, selbst Streifen gibt es. An der hohen Qualität hat sich jedoch nichts geändert. Denn der Spirit of Excellence ist mehr als nur ein Slogan für Hästens, es ist das Credo nach dem man hier arbeitet, lebt und denkt. So sind es ausschließlich Naturmaterialien, die beim Bau eines Hästens Betts zum Einsatz kommen. Neben dem traditionellen Rosshaar kommen auch Baumwolle, Wolle und Flachs im Kern der Betten zum Einsatz. Die Rahmen werden aus schwedischer Kiefer gezimmert, die Federn aus schwedischem Stahl gefertigt. So fließen nicht nur viele Stunden Arbeit, sondern auch eine große Portion Leidenschaft in die Herstellung eines jeden Hästens Betts.

Ein Hästens Bett hat man für immer. Naja, fast. Aber wenn man eine 25-jährige Garantie auf ein Bett bekommt, dann ist das schon etwas sehr besonderes und spricht zweifellos für seine Qualität. Mit jeder Nacht, die man in einem Hästens Bett verbringt, passt sich die Matratze dem Körper noch besser an. So schläft man wie auf den sprichwörtlichen Wolken und möchte ganz sicher nie wieder in einem anderen Bett liegen. Und mit mehr als 150 Jahren Erfahrung kann halt nicht jeder Bettenhersteller aufwarten.

Fotos: Tony Haupt für Heldth


Mit freundlicher Unterstützung von Hästens.

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