Sony RX0 II – Winzling mit Ambitionen

Die Sony RX0 II hat eigentlich alle Merkmale einer Actioncam. Sie ist winzig, bis zehn Meter wasserdicht, stoßfest und bis zu einer Höhe von zwei Metern bruchsicher. Trotzdem nennt Sony sie lieber eine “sorgenfreie” Premium-Ultrakompakt-Kamera. Zurecht!

Ähnlich wie bei der größeren RX100 ist auch hier ein 1”-Sensor verbaut – Quasi der Standard für Kompaktkameras. Und damit deutlich größer als der einer GoPro. Hier ist Platz für 15,3 Megapixel. Das Zeiss Objektiv ist mit 24mm f/4 durchaus vielseitig einsetzbar. Der minimale Fokusbereich liegt bei nur 20 Zentimetern. Das ist zwar nicht besonders lichtstark, für die Einsatzbereiche einer solchen Kamera sollte das allerdings kein Problem darstellen. Zur Not lässt sich die Lichtempfindlichkeit auf bis zu ISO 12800 einstellen.

Deutlichster Unterschied zum Vorgänger ist das Klappdisplay. Das dürfte Vlogger und Anhänger des Selfie-Wahns freuen. Zwar ist der Screen nicht viel größer als eine Briefmarke, reicht aber um zu sehen wer mit im Bild ist. Außerdem zeichnet die Mark II nun endlich auch intern in 4K auf. Ein externer Rekorder ist dafür also nicht mehr erforderlich. In 1080p schafft sie 120 Bilder pro Sekunde. Außerdem wurde ein interner Bildstabilisator integriert. Die RX0 II verfügt zudem über den bei Sony Nutzern allseits beliebten Eye-AF. Die Kamera fokussiert also schnell und verlässlich auf die Augen des Protagonisten.

Passend zum Release der RX0 II hat Sony auch seine App für iOS und Android überarbeitet. Diese heißt nun „Imaging Edge Mobile“ und soll die Steuerung von bis zu 50 Kameras erlauben.

Die RX0 II ist also eine deutliche Weiterentwicklung ihres Vorgängers. Eine Actioncam ist sie nicht, sondern eine Kampfansage an das Genre.

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Fotos: Sony